Das Wichtigste in Kürze
- 3 × Miete Mietkaution – wird blockiert, kein Verlust
- 1.000–3.500 CHF typische echte Einmalkosten für Umzug, Reinigung, Einrichtung
- 335 CHF Serafe-Gebühr 2026 pro Haushalt und Jahr
- Brutto ≠ Netto Ihre wahre monatliche Belastung ist die Bruttomiete inkl. Nebenkosten
- 25–33 % Markt-Faustregel für den Mietanteil – keine gesetzliche Grenze
- +1 Monat erste Miete fällig vor oder bei Einzug
Die kurze Antwort, bevor Sie weiterlesen: Für den Einzug in Ihre erste eigene Wohnung brauchen Sie in der Regel mehr Bargeld, als die reine Miete suggeriert. Neben der monatlichen Bruttomiete kommen eine Mietkaution, Umzugskosten, eine mögliche Küche und die ersten Rechnungen zusammen. Viele junge Erwachsene und Zugezogene unterschätzen vor allem einen Punkt: Die Mietkaution ist kein Ausgabe, sondern blockiertes Geld. Das ändert aber nichts daran, dass Sie es vor dem Einzug aufbringen müssen.
Dieser Artikel unterscheidet bewusst zwischen fünf Kategorien: Bargeld, das Sie vor dem Einzug brauchen; Geld, das nur blockiert wird (Mietkaution); echte Einmalkosten, die weg sind; monatliche Wohnkosten direkt rund um die Wohnung; und weitere monatliche Lebenshaltungskosten, die trotzdem wichtig sind. So sehen Sie, wie viel Sie wirklich sparen müssen – ohne Überraschungen.
Startkapital-Check: Wie viel Geld brauchen Sie vor dem Einzug?
Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen ein und sehen Sie sofort, wie viel Liquidität Sie benötigen – sauber getrennt nach blockierter Kaution, echten Ausgaben und Reserve. Alle Felder starten leer; es gibt keine Durchschnittswerte, weil nur Ihre Zahlen zählen.
Geben Sie Ihre Zahlen ein – der Rechner trennt automatisch zwischen Geld, das weg ist, und Geld, das nur blockiert wird.
Wichtig: Die Mietkaution zählt nicht als Ausgabe – sie ist blockiertes Geld, das Ihnen weiterhin gehört und nach dem Auszug zurückkommt. Alle Angaben ohne Gewähr; der Rechner ersetzt keine Finanzberatung.
Ihre Eingaben verlassen Ihren Browser nicht: kein Backend, kein Tracking, keine Speicherung.
Vor dem Einzug: Wie viel Bargeld brauchen Sie wirklich?
Diese Posten müssen Sie vor dem Umzugstemin begleichen können. Teil davon ist blockiertes Vermögen, teil davon sind echte Ausgaben. Die folgende Tabelle zeigt typische Beträge für einen ersten Umzug innerhalb der Schweiz – Ihre persönliche Summe kann je nach Wohnungsgrösse, Distanz und Ausstattung deutlich davon abweichen.
| Position | Typischer Betrag | Einordnung |
|---|---|---|
| Mietkaution (max. 3 Monatsmieten) | 3.000–9.000 CHF | Wird auf Sperrkonto blockiert; bleibt Ihr Eigentum |
| Erste Miete (Bruttomiete) | 1.200–3.000 CHF | Fällig vor oder bei Einzug |
| Betreibungsregisterauszug | ca. 17 CHF | Wichtigstes Dokument für die Bewerbung |
| Umzug (Selbst / Firma) | 0–2.500 CHF | Abhängig von Distanz und Möbelmenge |
| Reinigung alte / neue Wohnung | 0–600 CHF | Oft Pflicht laut Vertrag; selbst oder Service |
| Erste Einrichtung / Küche | 500–5.000 CHF | Sehr individuell; Küche oft nicht enthalten |
| Stromanschluss / Kaution Strom | 0–300 CHF | Je nach Elektrizitätswerk |
Das Wichtigste vorab: Rechnen Sie für Ihre erste Wohnung mit 1 bis 3 Monatsgehältern flüssigem Geld, das Sie vor dem Einzug bereitstellen können. Bei einer Bruttomiete von 2.000 CHF bedeutet das typischerweise 6.000–9.000 CHF allein für Kaution und erste Miete – plus Umzug und Einrichtung.
Die Kaution ist blockiert
Sie bleibt Ihr Vermögen und wird nach dem Auszug zurückerstattet. Planen Sie sie trotzdem als Liquidität, da Sie sie nicht für andere Ausgaben nutzen können.
Bewerbungsdossier früh vorbereiten
Betreibungsauszug, Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen und Referenzen brauchen Zeit. Mehr dazu in der Wohnungssuche-Anleitung.
Küche prüfen
Viele Schweizer Wohnungen werden ohne Einbauküche vermietet. Das ist ein typischer Kostenfalle beim ersten Umzug.
Blockiertes Geld: Die Mietkaution
Die Mietkaution ist finanziell der grösste Brocken beim Einzug – und gleichzeitig der am häufigsten missverstandene. Gesetzlich geregelt ist sie im Art. 257e OR: Das Kautionskonto oder -depot muss auf den Namen des Mieters lauten (Abs. 1), und bei der Miete von Wohnräumen darf der Vermieter höchstens drei Monatszinse als Sicherheit verlangen (Abs. 2). Das Geld wird auf ein Mietzinskautionskonto (Sperrkonto) eingezahlt – der Vermieter kann ohne Ihre Zustimmung nicht darauf zugreifen.
| Bruttomiete / Monat | Maximale Kaution (3 Monate) | Alternative: Jahresprämie Kautionsversicherung (ca. 5 %) |
|---|---|---|
| 1.500 CHF | 4.500 CHF | ca. 225 CHF |
| 2.000 CHF | 6.000 CHF | ca. 300 CHF |
| 2.500 CHF | 7.500 CHF | ca. 375 CHF |
| 3.000 CHF | 9.000 CHF | ca. 450 CHF |
Beispielrechnung mit 5 % der Kautionssumme pro Jahr. Die tatsächlichen Prämiensätze variieren je nach Anbieter.
Mietkaution für eine 2,5-Zimmer-Wohnung
| Nettomiete | 1.700 CHF |
| Nebenkosten-Akonto | 200 CHF |
| Bruttomiete | 1.900 CHF |
| Mietkaution (3 × Bruttomiete) | 5.700 CHF |
| Liquiditätsbedarf für Kaution | 5.700 CHF |
Viele Vermieter rechnen die Obergrenze mit der Bruttomiete. Planen Sie deshalb mit bis zu 3 × Bruttomiete, falls Ihr Vermieter so kalkuliert.
Mietkautionskonto oder Mietkautionsversicherung?
Beide Varianten erfüllen denselben Zweck – der Vermieter ist abgesichert. Der Unterschied liegt bei Ihrem Geld: Beim Sperrkonto ist Ihr Kapital gebunden, aber nicht ausgegeben. Bei der Kautionsversicherung bleiben Sie liquide, zahlen aber eine jährliche Prämie, die verbraucht ist.
| Mietkautionskonto (Sperrkonto) | Kautionsversicherung | |
|---|---|---|
| Was passiert mit Ihrem Geld? | Betrag wird auf ein Konto auf Ihren Namen blockiert (Art. 257e Abs. 1 OR) | Kein Geld blockiert; Sie zahlen eine jährliche Prämie |
| Art der Kosten | Keine echte Ausgabe – Sie erhalten den Betrag nach dem Auszug zurück (abzüglich berechtigter Forderungen) | Verbrauchte Ausgabe – die bezahlten Prämien bekommen Sie nicht zurück |
| Liquiditätsbedarf | Hoch: bis zu 3 Monatsmieten auf einmal | Tief: nur die laufende Jahresprämie |
| Bei Schäden oder offenen Mietzinsen | Auszahlung nur mit Ihrer Zustimmung oder rechtskräftigem Entscheid | Die Versicherung zahlt an den Vermieter – und fordert das Geld in der Regel von Ihnen zurück (Regress) |
| Langfristige Kosten | Praktisch keine (allenfalls kleine Kontogebühren; Zinsen meist minimal) | Prämie Jahr für Jahr – über lange Mietdauer oft teurer als das Sperrkonto |
| Sinnvoll für | Wer die Liquidität hat und länger mieten will | Wer das Startkapital nicht blockieren kann oder will |
Ihr Recht nach dem Auszug: die 1-Jahr-Regel
Die Bank darf die Kaution nur mit Zustimmung beider Parteien oder gestützt auf einen rechtskräftigen Zahlungsbefehl oder ein rechtskräftiges Urteil herausgeben. Hat der Vermieter innert einem Jahr nach Beendigung des Mietverhältnisses keinen Anspruch rechtlich geltend gemacht, können Sie von der Bank die Rückerstattung der Sicherheit verlangen (Art. 257e Abs. 3 OR).
Echte Einmalkosten beim Ausziehen
Diese Ausgaben sind weg – im Gegensatz zur Kaution bekommen Sie sie nicht zurück. Sie fallen einmalig beim Einzug an und hängen stark von Ihrer Situation ab.
| Position | Typischer Bereich | Hinweis |
|---|---|---|
| Umzug mit Firma | 1.000–2.500 CHF | Abhängig von Distanz, Möbelmenge, Stockwerk |
| Umzug selbst (Transporter + Benzin) | 150–500 CHF | Kostengünstig, aber zeitaufwändig |
| Professionelle Endreinigung | 300–600 CHF | Oft vertraglich vereinbart; Preis nach m² |
| Einbauküche (neu / gebraucht) | 500–8.000 CHF | Sehr individuell; oft nicht in der Wohnung enthalten |
| Möbel & Haushaltswaren | 500–3.000 CHF | Erstausstattung kann schnell teuer werden |
| Elektrogeräte (Waschmaschine, Kühlschrank) | 400–1.500 CHF | In vielen Wohnungen nicht vorhanden |
| Schlüsseldienst / neues Schloss | 100–300 CHF | Nur falls nötig |
| Internet- / Stromanschluss | 0–200 CHF | Oft geringe oder keine Anschlussgebühr |
Umzugskosten individuell berechnen
Der genaue Betrag für Ihren Umzug hängt von Distanz, Haushaltsgrösse und gewünschtem Service ab. Nutzen Sie unseren Umzugskosten-Rechner für eine realistische Schätzung.
Zum Umzugskosten-Rechner →Typische Fallstricke: Viele Vermieter verlangen eine professionelle Endreinigung oder verlangen, dass die Wohnung besenrein übergeben wird. Prüfen Sie das vor dem Einzug im Mietvertrag. Auch die fehlende Küche wird oft übersehen: In der Schweiz ist es üblich, dass Mieter ihre Einbauküche mitbringen oder von der Vormieterin übernehmen – eine Regelung, die für Zugezogene aus dem Ausland ungewohnt ist.
Oft vergessene Startkosten
Klein, aber lästig: Diese Posten tauchen in kaum einem Budget auf – und treffen fast jeden Erstmieter. Wo eine amtliche Gebühr existiert, nennen wir sie exakt; alles andere ist bewusst als variabel markiert, weil es keine verlässlichen offiziellen Durchschnittswerte gibt.
| Posten | Kosten | Einordnung |
|---|---|---|
| Betreibungsregisterauszug | 17 CHF (Abholung) / 18 CHF (Post) | Fixe amtliche Gebühr (Art. 12a GebV SchKG). Direkt beim Betreibungsamt bestellen – private Vermittler sind teurer. Nicht älter als 3 Monate. |
| Nachsendeauftrag (Die Post) | variabel | Einrichten, bevor die erste Rechnung verloren geht |
| Umzugsmaterial (Kisten, Folie, Decken) | variabel | Oft günstiger gebraucht oder geliehen |
| Doppelmiete bei Überschneidung | variabel | Falls alter und neuer Vertrag überlappen – früh kündigen hilft |
| Namensschild / Klingelschild | variabel | Kleinbetrag, aber ohne Schild kommt keine Post an |
| Grundausstattung (Putzmaterial, Glühbirnen, Vorhänge) | variabel | Typischer Erste-Woche-Einkauf, den fast alle unterschätzen |
| Parkplatz / Einstellplatz | variabel | Falls nötig: separater Vertrag, eigene monatliche Kosten |
| Erste Rechnungen mit Verzögerung (Timing) | variabel | Strom und Serafe kommen oft erst Wochen nach Einzug – trotzdem einbudgetieren |
Monatliche Wohnkosten: Was kommt jeden Monat auf Sie zu?
Die wichtigste Zahl für Ihr monatliches Budget ist die Bruttomiete: Nettomiete plus Nebenkosten. Sie müssen sie jeden Monat überweisen. Darüber hinaus gibt es weitere laufende Kosten, die direkt mit dem Wohnen zusammenhängen und oft unterschätzt werden.
| Position | Typischer Bereich | Hinweis |
|---|---|---|
| Bruttomiete (Netto + Nebenkosten) | 1.500–3.500 CHF | Abhängig von Stadt, Grösse und Standard |
| Strom (Haushalt) | 40–90 CHF | Nicht in den Nebenkosten enthalten |
| Serafe (Rundfunkgebühr) | 27,92 CHF | 335 CHF pro Jahr, pro Haushalt |
| Internet & Mobile | 60–120 CHF | Oft Kombi-Angebote verfügbar |
| Privathaftpflicht | 15–30 CHF | Oft vertraglich gewünscht, aber nicht gesetzlich Pflicht |
| Hausratversicherung | 10–25 CHF | Freiwillig, aber empfohlen |
| Parkplatz | 100–300 CHF | Nur falls nötig |
| Waschküche / Münzwaschmaschine | 10–40 CHF | Bei Wohnungen ohne eigene Waschmaschine |
Offizielle Orientierung: Was kostet Wohnen in der Schweiz?
Das Bundesamt für Statistik (BFS) erhebt die Mieten, die Schweizer Haushalte tatsächlich zahlen. Die Tabelle zeigt die durchschnittlichen Nettomieten nach Wohnungsgrösse für die ganze Schweiz (ohne Heiz- und Nebenkosten). Aktuellste publizierte Erhebung: BFS-Datenjahr 2023 (veröffentlicht 2025, abgerufen September 2026).
| Wohnungsgrösse | Ø Nettomiete / Monat (Schweiz) |
|---|---|
| 1 Zimmer | 872 CHF |
| 2 Zimmer | 1'182 CHF |
| 3 Zimmer | 1'410 CHF |
| 4 Zimmer | 1'670 CHF |
| 5 Zimmer | 2'016 CHF |
| 6 und mehr Zimmer | 2'514 CHF |
| Durchschnitt alle Wohnungen | 1'451 CHF |
Bestandsmieten sind keine Angebotsmieten
Die BFS-Zahlen sind Bestandsmieten: Sie zeigen, was bestehende Mieterhaushalte im Schnitt zahlen – nicht, was heute für eine neu ausgeschriebene Wohnung verlangt wird. Angebotsmieten für Neuvermietungen liegen in angespannten Märkten in der Regel spürbar höher. Nutzen Sie die Tabelle deshalb als grobe Orientierung, nicht als Zielpreis für Ihre Bewerbung. Quelle: BFS – Mietwohnungen.
Wie viel Miete ist bezahlbar? Eine gesetzliche 25-, 30- oder 33-Prozent-Grenze gibt es nicht. Verschiedene Anbieter verwenden unterschiedliche Faustregeln. Entscheidend ist Ihr persönliches Haushaltsbudget.
Die Werte unterscheiden sich, weil die einen mit der Nettomiete, die anderen mit der Bruttomiete rechnen; die einen das Brutto-, die anderen das Nettoeinkommen zugrunde legen – und weil es sich um eine Marktkonvention handelt, nicht um eine amtliche Vorgabe.
Wie viel Miete können Sie sich leisten?
Rechnen Sie Ihr persönliches Limit mit unseren beiden Rechnern aus – einmal vom Einkommen aus (Mietbudget) und einmal als Belastungsquote (Mietbelastung).
Zum Mietbudget-Rechner → · Zum Mietbelastungs-Rechner →Wichtiger Unterschied: Die Bruttomiete ist Ihre regelmässige Überweisung an den Vermieter. Strom zahlen Sie separat an den Elektrizitätsversorger. Die Serafe-Gebühr kommt vierteljährlich von der Serafe AG. Diese drei Posten werden oft verwechselt – sie gehören aber alle in Ihr Wohnbudget.
Über die reine Wohnung hinaus kommen weitere monatliche Kosten auf Sie zu: Krankenkassenprämie, Lebensmittel, Kleidung, ÖV und Steuern. Für einen vollständigen Überblick empfehlen wir den Artikel zu den Lebenshaltungskosten in der Schweiz.
Budget-Beispiele 2026
Diese Beispiele zeigen keine Durchschnittswerte und keine amtlichen Statistiken, sondern transparente Beispielrechnungen für zwei typische Fälle. Alle Beträge sind Annahmen (Beispiel) und keine amtlichen Durchschnittszahlen oder offiziellen Mietpreise für Bern oder Zürich. Ersetzen Sie die Zahlen durch Ihre eigenen, zum Beispiel mit dem Startkapital-Check weiter oben.
2,5-Zimmer-Wohnung, 55 m²
| Nettomiete | 1.500 CHF |
| Nebenkosten-Akonto | 180 CHF |
| Bruttomiete | 1.680 CHF |
| Strom | 50 CHF |
| Serafe | 27,92 CHF |
| Internet / Mobile | 70 CHF |
| Monatliche Wohnkosten | 1.827,92 CHF |
| Mietkaution (3 × Bruttomiete) | 5.040 CHF |
| Einmalkosten (Umzug, Reinigung, Einrichtung) | 1.500 CHF |
| Liquidität vor dem Einzug | 8.367,92 CHF |
3,5-Zimmer-Wohnung, 80 m²
| Nettomiete | 2.200 CHF |
| Nebenkosten-Akonto | 280 CHF |
| Bruttomiete | 2.480 CHF |
| Strom | 75 CHF |
| Serafe | 27,92 CHF |
| Internet / Mobile | 100 CHF |
| Monatliche Wohnkosten | 2.682,92 CHF |
| Mietkaution (3 × Bruttomiete) | 7.440 CHF |
| Einmalkosten (Umzug, Reinigung, Küche) | 3.000 CHF |
| Liquidität vor dem Einzug | 13.122,92 CHF |
Das ist ein Planungswert
Die Beträge sind bewusst als Beispiele gekennzeichnet. Ihre tatsächlichen Kosten hängen von der Stadt, der Wohnung und Ihrem Lebensstil ab.
Nachzahlungsrisiko beachten
Bei Akonto-Nebenkosten kann am Jahresende eine Nachzahlung kommen. Wir empfehlen, dafür einen Puffer von 1–2 Monatsmieten zu halten.
Einkommensregel
Es gibt keine gesetzliche Prozent-Grenze für die Miete. Als grobe Markt-Faustregel gilt oft: Bruttomiete maximal rund ein Viertel bis ein Drittel des Einkommens. Entscheidend ist Ihr Haushaltsbudget – prüfen Sie es mit dem Mietbudget-Rechner und dem Mietbelastungs-Rechner.
Sparmöglichkeiten beim ersten Auszug
Nicht jede Ersparnis lohnt sich für jeden. Hier die wirkungsvollsten Hebel, gegliedert nach Sinnhaftigkeit:
- Kautionsversicherung prüfen: Wenn Ihnen die Liquidität für die Kaution fehlt, zahlen Sie eine jährliche Prämie (Beispiel: rund 5 % der Kautionssumme; Sätze variieren je nach Anbieter) statt den vollen Betrag zu blockieren. Rechnen Sie gegen, ob die Summe der Prämien über Ihre Mietdauer günstiger ist als das blockierte Kapital beim Sperrkonto.
- Umzug im Freundeskreis: Ein gemieteter Transporter und Helfer sparen gegenüber einer Umzugsfirma oft 1.000 CHF und mehr.
- Küche gebraucht kaufen: Secondhand-Küchen, Übernahme von der Vormieterin oder Ikea-Lösungen reduzieren den Einmalkostenblock massiv.
- Strom und Internet vergleichen: Der ElCom-Strompreisvergleich zeigt kantonale Unterschiede. Kombi-Tarife für Internet und Mobile lohnen oft.
- Standort wählen: In Städten wie Winterthur, Luzern oder Bern ist die Miete deutlich niedriger als in Zürich oder Genf. Unsere Städte-Vergleiche helfen.
- Nebenkostenabrechnung prüfen: Ein seriöser Vermieter legt Ihnen die effektiven Nebenkosten der Vorjahre offen. Vermeiden Sie zu tief kalkulierte Akonti.
Checkliste: Was Sie vor dem Einzug klären sollten
Erste eigene Wohnung: Kosten auf einen Blick
blockiert
als Bargeldplan
Monat 2026
Nebenkosten
Häufige Fragen (FAQ)
In unseren beiden durchgerechneten Beispielrechnungen (Annahmen, keine Durchschnittswerte): Single in Bern rund 8.400 CHF, Paar in Zürich rund 13.100 CHF – jeweils inklusive blockierter Kaution, erster Miete und typischer Einmalkosten. Ihre persönliche Summe berechnen Sie mit dem Startkapital-Check oben im Artikel.
Die gesetzliche Obergrenze beträgt maximal drei Monatszinse (Art. 257e Abs. 2 OR). Bei einer Bruttomiete von 2.000 CHF sind das bis zu 6.000 CHF. Das Geld wird auf ein Mietzinskautionskonto eingezahlt, das auf Ihren Namen lautet (Art. 257e Abs. 1 OR) – es ist blockiert, aber kein Verlust. Alternativ gibt es die Kautionsversicherung: Sie zahlen eine jährliche Prämie (Beispiel: rund 5 % der Kautionssumme; Sätze variieren je nach Anbieter), die Sie nicht zurückbekommen.
Ja. Die Kaution bleibt Ihr Vermögen und wird nach dem Auszug zurückgezahlt, sobald offene Mieten, Nebenkosten-Nachzahlungen und Schäden geklärt sind. Rechtlich gilt (Art. 257e Abs. 3 OR): Hat der Vermieter innert einem Jahr nach Beendigung des Mietverhältnisses keinen Anspruch rechtlich geltend gemacht, können Sie von der Bank die Rückerstattung der Sicherheit verlangen.
Die Nettomiete ist das Entgelt für die Wohnung selbst. Die Bruttomiete ergibt sich aus Nettomiete plus Nebenkosten (Akonto oder Pauschale). Die Bruttomiete ist der Betrag, der monatlich von Ihrem Konto abgeht und den Sie für Ihre Budgetplanung verwenden sollten. Mehr dazu im Artikel zu den Nebenkosten.
Für private Haushalte beträgt die Serafe-Rundfunkgebühr 2026 335 CHF pro Jahr, also 27,92 CHF pro Monat (gerundet rund 28 CHF). Ab 2027 sinkt sie auf 312 CHF pro Jahr. Die Gebühr gilt pro Haushalt, nicht pro Person, und ist unabhängig davon fällig, ob Sie ein Empfangsgerät besitzen. Quellen: BAKOM, UVEK und Serafe AG.
Nein, gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist eine Privathaftpflichtversicherung für Mieter nicht. Viele Vermieter verlangen sie aber als Vertrags- oder Dossierbedingung. Eine Haftpflichtpolice ist für Mieter dringend empfohlen und kostet oft zwischen 150 und 300 CHF pro Jahr.
Nicht zwingend. Viele Wohnungen werden ohne Einbauküche vermietet. Das bedeutet, dass Sie beim ersten Umzug möglicherweise eine Küche kaufen, mitnehmen oder übernehmen müssen – ein typischer, oft unterschätzter Einmalkostenposten.
Ein Selbstumzug mit Freunden oder einem gemieteten Transporter kann unter 500 CHF liegen. Eine professionelle Umzugsfirma kostet je nach Distanz, Möbelmenge und Stockwerk typischerweise 1.000–2.500 CHF. Verwenden Sie den Umzugskosten-Rechner, um Ihre individuellen Kosten zu schätzen.
Kommt auf Ihre Situation an. Beim Kautionskonto blockieren Sie bis zu 3 Monatsmieten, zahlen aber keine laufenden Kosten – das Geld bleibt Ihres und kommt nach dem Auszug zurück. Bei der Kautionsversicherung bleibt Ihr Geld liquide, dafür zahlen Sie jedes Jahr eine Prämie, die verbraucht ist. Über viele Mietjahre kann die Summe der Prämien die entgangenen Zinsen auf dem Sperrkonto deutlich übersteigen. Vergleichen Sie beide Varianten mit Ihrer geplanten Mietdauer – die Vergleichstabelle im Abschnitt Mietkaution hilft.
Mindestens die erste Bruttomiete plus die vereinbarte Kaution – bei 3 Monatsmieten Kaution also bis zu 4 Monatsmieten. Dazu kommen Umzug, Einrichtung und kleinere Posten wie der Betreibungsregisterauszug. Mit dem Startkapital-Check oben im Artikel berechnen Sie Ihre persönliche Summe in einer Minute.
Die amtliche Gebühr beträgt 17 CHF (schriftliche Auskunft zur Abholung) beziehungsweise 18 CHF mit Postversand – geregelt in Art. 12a der Gebührenverordnung über Schuldbetreibung und Konkurs (GebV SchKG). Bestellen Sie direkt bei Ihrem Betreibungsamt; private Vermittler verlangen teils deutlich mehr. Für die Bewerbung sollte der Auszug nicht älter als 3 Monate sein.
Quellen & Referenzen
- Bundesamt für Statistik (BFS): Mietwohnungen – durchschnittliche Nettomieten nach Wohnungsgrösse, Datenjahr 2023 (neueste publizierte Erhebung)
- Obligationenrecht (OR), Art. 257e – Mietzinsdepot: Konto auf den Namen des Mieters (Abs. 1), maximal drei Monatszinse (Abs. 2), 1-Jahr-Regel für die Rückerstattung (Abs. 3)
- Obligationenrecht (OR), Art. 257a – Nebenkosten müssen einzeln vereinbart sein
- Bundesamt für Kommunikation (BAKOM): Radio- und Fernsehabgabe – 335 CHF pro Haushalt und Jahr (2026)
- UVEK: Medienpolitik – Senkung der Haushaltsabgabe auf 312 CHF ab 2027 (300 CHF ab 2029)
- Serafe AG – Inkasso der Rundfunkgebühr
- Stadt Zürich: Betreibungsregisterauszug bestellen – amtliche Gebühr 17 CHF (Art. 12a GebV SchKG)
- Mieterinnen- & Mieterverband Schweiz: Mietzinsdepot / Kaution
- Bundesamt für Wohnungswesen (BWO): Mietrecht
- VMWG – Verordnung über die Miete und Pacht, Art. 4–8
- ElCom: Offizieller Strompreisvergleich
- Die Mobiliar: Mietkaution – Sperrkonto und Versicherung im Vergleich
- Comparis: Privathaftpflicht- und Hausratversicherung
Stand der Recherche: September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.


